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Literatur
Aktuelle Projektförderung

Salomon Maimon, der Schrecken der Berliner Aufklärung

Veröffentlicht am 20 März 2024

»Salomon Maimon, der Schrecken der Berliner Aufklärung«

Vortrag von  Dr. Joseph Wälzholz mit Lesungen und Musik

Einladung zur 10. Ephraim-Veitel-Soirée am Donnerstag, 21. März 2024 von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Salomon Maimon war der Schrecken der Berliner Aufklärung: Ein um 1753 in Polen-Litauen geborenes Wunderkind, das jung verheiratet wurde und mit Anfang 20 seine große Familie verließ, um als Bettler durch Europa zu irren. Ein Außenseiter, Alkoholiker und Provokateur, der in Berlin immer wieder Gönner fand, die er dann regelmäßig beleidigte. Ein Jude, der kein Jude sein wollte, und ein genialer Philosoph, der Kant herausforderte und inspirierte. Seine 1792/93 erschienene »Lebensgeschichte« ist die erste auf deutsch geschriebene Autobiographie eines Juden überhaupt, hier schildert er sein abenteuerliches Leben.

Maimon versuchte immer wieder, einen Dialog zu führen mit orthodoxen ebenso wie mit aufgeklärten Juden, mit orthodoxen ebenso wie mit aufgeklärten Christen. War Maimon vielleicht gerade deswegen, weil er so viel Widerspruch hervorrief, ein Meister des Dialogs? In diesem Vortrag wird Salomon Maimon ausführlich vorgestellt und auch auf seine Herkunft aus Osteuropa näher eingegangen – der Gegend, die heute im Zentrum des Weltgeschehens steht. Der sicher spannende Vortrag wird wie gewohnt musikalisch umrahmt.

Vortrag: Dr. Joseph Wälzholz , München

Musik: Florian Burgmayr (Klavier, Akkordeon, Tuba)

Lesungen: Paul Sonderegger

Der Vortrag ist Teil des diesjährigen Rahmenthemas der Ephraim Veitel Soiréen, das dem intellektuellen Kreis um die Gründer-Familie Ephraim und der nachfolgenden Generationen gewidmet ist.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Stiftung Stadtmuseum, Berlin und wird
gefördert von der Stiftung Preußische Seehandlung.

Mehr Info hier

Ort:

Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek zlb

Breite Str. 36

10178 Berlin-Mitte

Eintritt frei